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Skulpturenpark Gut Seekamp

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Hans KOCK

Als Teilnehmer/innen des Projekts „Kulturdolmetscher“ möchten wir nach dem Besuch der Hans Kock Stiftung einen Artikel über den 85jährigen und produktiv tätigen Kieler Künstler schreiben.

Wenn man zwei mal täglich am Vineta Platz vorbeigeht, sieht man in der Mitte die Skulptur „Tanzpaar“. Das sieht so aus, als ob es aus einem anderem Leben kommt, wo alles eben so schön und harmonisch ist. Das war unsere erste Begegnung mit dem Schaffen von Hans Kock.

Dass Hans Kock zu den bedeutendsten Künstlern Schleswig-Holstein überhaupt gezählt werden muss und in Deutschland wohl einer der bedeutendsten Bildhauer der Gegenwart ist, wussten wir nicht, als wir entschieden haben, Gut Seekamp zu besuchen.

Die Hans Kock Stiftung liegt zwischen Schilksee und Friedrichsort. Das war früher ein Landwirtschaftsgut mit Äckern, Pferden – und Kuhstall und dann gehörte es dem Kunstmaler Hans Olde, dem Schwiegervater von Hans Kock. Zu dem Gut führt eine alte Lindenallee, unter deren Schatten früher berühmte Leute spazierten. Und es war romantisch zu denken, dass auf diesem gepflasterten Weg auch Johannes Brahms ging. Heutzutage gibt es hier im renovierten Pferdestall kleine, aber feine Veranstaltungen mit Musik und Literatur.

Auf dem Gelände von 30.000 Quadratmetern verwirklichte der Künstler seinen Lebenstraum: die Symbiose von Natur und Kunst. Im Skulpturengarten stellte er zwölf seiner Großplastiken aus, die an die Landschaft mit ihren alten riesigen Bäumen angepasst wurden.

Über die Frauenskulpturen von Hans Kock kann man mit Goethes Worten sagen: „Der Hauptzweck aller Skulptur ist, dass die Würde des Menschen innerhalb der menschlichen Gestalt dargestellt werde“.

Die abstrakten Formen wirken unerwartet symbolisch und realistisch im Hintergrund der sommergrünen Blätter. Dabei entsteht der Rhythmus einer besonderen Poesie, die eine beruhigende Stimmung bringt. Gut gelaunt beschlossen wir zu fragen, ob wir das Museum selbst besichtigen dürfen, weil drin die Gelehrten arbeiteten, die Tür geschlossen war, und wir sie nicht stören wollten. Wir waren herzlich willkommen.

Im ehemaligen Gutshaus haben 24 Kleinplastiken, und vielen Porträts, Zeichnungen und Texte Kocks ihren Platz gefunden. Neben der wunderbaren weißen „Hamburgerin“ haben wir uns fotografieren lassen.

Drin haben wir gelesen, dass Hans Kock 1920 in Kiel geboren ist, Bühnenbild und Architektur studierte. Kaum ein anderer Künstler ist im öffentlichen Raum unserer Stadt so präsent wie er. Die Ausstellungen seiner Werke sind kaum zu zählen, Ausstellungsbeteiligungen führten in mehrere Länder Europas, Asiens und Amerika. Als besonders bedeutsam gilt Hans Kocks Arbeit im Greifswalder Dom. Hier gestaltete er noch zu DDR-Zeiten den gesamten Innenraum.

Als wir das Museum verliessen und noch einen Rundgang durch den Skulpturenpark machten, um einen letzten Blick auf den Skulpturenpark zu werfen, haben wir die Freude der Welt der Harmonie empfunden


Quelle:
1. www.schilksee-info.de/kock.html
2. www.kiel.de/katalog
3. www.akademie-der-kuenste.de/kock4.html
4. www.zuzuku.de/laender/Schleswig-Holstein/kiel/seekamp.htm