Aktuelle Kometen


Die Auswahl für kleine und mittlere Teleskope sowie eine Vorschau auf künftige Ereignisse • ein Service seit April 2002

Stand: 15. September 2017

Die hier abgebildeten Aufsuchkarten sind mit SkyMap Pro erstellt und wie im Sternatlas RA-Dek-orientiert (also: Norden ist oben!). Die Positionen in den Karten sind eingetragen für das jeweilige Datum, 0 Uhr UT (= 2 Uhr MESZ). Es werden nur Kometen behandelt, die heller als +10 mag. sind und sich in unseren Breitengraden mindestens so weit über den Horizont erheben, daß sich eine Aufsuche meiner Ansicht nach auch für Nicht-Spezialisten lohnt. Tauchen lustige Kringel in den Karten auf, handelt es sich dabei um Telrad-Kreise (Durchmesser 0,5°, 2° und 4°) zur besseren Orientierung am Himmel.

Bahndaten im MPC-Format und für ausgewählte Astro-Programme sind beim Minor Planet Center (MPC) zum Herunterladen bereitgestellt.


C/2017 O1 ASASSN

Steckbrief des Kometen (aerith.net)

Perihel14. Oktober 20171,50 AE = 224,2 Mio. km
Erdnähe17. Oktober 20170,72 AE = 107,7 Mio. km
 

C/2017 O1 - Übersichtskarte

C/2017 O1 - Aufsuchkarte

C/2017 O1 / C/2015 ER61 - Aufsuchkarte

C/2017 O1 - Aufsuchkarte

Dieser Komet wurde nach einem Helligkeitsausbruch am 19.7. vom Supernova-Suchprogramm ASAS-SN (All-Sky Automated Survey for Supernovae) von Chile aus aufgespürt. Visuelle Beobachter gaben in den letzten Nächten eine Helligkeit von +9m5 bis +10m0 mit einem Durchmesser von 5', DC= 3, an.

Der Komet steht im Osten im Sternbild Stier (Taurus) und hat kurz nach Mitternacht bereits eine für die Beobachtung brauchbare Höhe erreicht. Ende des Monats wechselt O1 ins Sternbild Perseus. Zur Zeit des Perihels bzw. der Erdnähe Mitte Oktober könnte er zwischen +7 und +8 mag. hell werden.

Zur Monatsmitte kommt es in der Nähe der Plejaden (M45 im Stier) zur nahen Kometenbegegnung: O1 passiert C/2015 ER61 PANSTARRS, der sich bei einer Helligkeit von ca. +11m5 langsam rückläufig bewegt. Die beiden Kometen nähern sich bis auf 2° 15' am 18. Sept. kurz nach 06:00 UT. ER61 ist mittlerweile visuell ein schwieriges Objekt geworden, das große Optiken (ab 10"-12") erfordert. Die Begegnung dürfte also vorwiegend für Fotografen interessant sein.


Weitere Kometen heller als +10 mag. sind zur Zeit in unseren Breiten nicht sichtbar.


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