Was Winnie bisher sah...


Hier die Sichtungsberichte meiner Kometen 61 bis 70 (August 2009 bis November 2010).

P/2010 V1 Ikeya-Murakami (= 2015 Y2 = 331P)

C/2010 V1 - Karte Nov. 2010 Dieser Komet ist am 2./3. Nov. 2010 von den beiden japanischen Amateuren Ikeya und Murakami auf visuellem Wege entdeckt worden. Schnell wurde klar, daß es sich um einen ansonsten sehr lichtschwachen, periodischen Kometen im Helligkeitsausbruch handelte, der auch von Tag zu Tag sein Aussehen veränderte.
Ich hatte dann am frühen Morgen (05:30 MEZ) des 7.11. mit meinem 120-mm-Kometensucher Glück. Der Komet stand zu dem Zeitpunkt im Sternbild Jungfrau (Virgo) nahe Saturn, den er in den folgenden Tagen auch überholen sollte. Bei 60- und 75facher Vergrößerung zeigte sich in der diesigen Morgendämmerung eine kompakte, leicht elongierte Kometenwolke von +9m0.
Leider blieb es bei dieser einzigen Beobachtungsgelegeheit. V1 versteckte sich in dem andauernden Horizontdunst, wenn es überhaupt einmal klaren Himmel gab. Bereits Anfang Dezember war der Ausbruch schon wieder beendet und die Kometenhelligkeit unter +12m abgefallen.

Die Wiederkehr dieses Kometen im Januar 2015 zegte den Kern in zahlreiche Fragmente aufgelöst, Helligkeiten nur +17 bis +20 mag.


103P/Hartley 2

103P - Karte Aug. - Mitte Okt. 2010

Es war eigentlich nur ein Versuch, als ich mich am 3./4. August 2010 gegen Mitternacht mit meinem 12"-Dobson daran machte, diesen Kometen im Sternbild Pegasus aufzuspüren. Mit dem 20er übersichtsokular (75x) war im Zielgebiet nix vom Kometen zu erkennen. Erst beim 12er (125x) blieb ich mehrfach mit indirektem Sehen an einem nebligen Objekt hängen, sehr klein. Besser ging es dann bei 150x, am besten mit dem 8er Okular (188x). Zu sehen war eine ca. 0,8' bis 1' große, unregelmäßige Aufhellung - zuerst indirekt schwach, später besser. Da ich auch Sterne um +14m5 mit im Bild hatte (auf einen lief der Komet zu), schätzte ich Hartleys Helligkeit auf +13m5, DC= 2-3.
Bei zwei weiteren Gelegenheiten kurz danach (7. und 10.8.) konnte ich die Sichtung wiederholen, z.T. mußte ich sehr hoch vergrößern (214x), um überhapt etwas vom Kometen bei diesem Stadthimmel zu erkennen.

Bessere Bedingungen ergaben sich in der Nacht vom 20.8. - 103 P hatte sichtbar an Helligkeit gewonnen und war nun wesentlich leichter zu erkennen. Beste Sicht diesmal schon bei 125x, Kometenhelligkeit +12m5, Durchmesser 1,5', DC= 3-4. Die Bewegung des Kometen war während der dreiviertel Stunde der Sichtung zu sehen.

Knapp zwei Wochen später (2.9.) war 103P wieder ein Stück heller und schon bei Aufsuchvergrößerung (75x) im 12"-Dobson zu sehen. Der Komet war von einer diffusen, runden Wolke umgeben (Durchmesser 3'), weiter im Innern zeigte sich schon der längliche Kernbereich mit Schweifansatz von vielleicht 1,5' (DC=4). Meine Helligkeitsschätzung ergab +10m8. Am 6.9. war die Sichtung noch einfacher, da hier nachts ein sehr transparenter Himmel herrschte. Ich konnte nun einen 2' kleinen Schweifansatz erkennen, PW 185°.
Eine Nacht später war immer noch bester Himmel, und mir gelang es sogar, 103P im 90-mm-Refraktor (75x) zu sichten - allerdings nur den kleinen, länglichen Kernbereich des Kometen, der nun begann sich immer besser abzuzeichnen.

Die nächste Sichtung datiert über drei Wochen später: Mondlicht und schlechtes Wetter machten eine Beobachtung unmöglich, außerdem zog der Komet durch den Zenit. 103P hatte am Morgen des 1. Oktober gegen 04:30 MESZ schon ordentlich an Helligkeit zugelegt. Er stand in der Nacht nahe α Cas und zog mit gut 1,5° pro Tag auf den Perseus zu. Im 70/700 mm-Refraktor bei 35facher Vergrößerung schätzte ich die Helligkeit +7m5, den Durchmesser auf gute 15'. Wie auch schon zwei Nächte davor, konnte ich 103P auch im 10x50-FG als kleine Lichtwolke erkennen - das alles trotz Mondlicht (Letztes Viertel).

Am 8.10. spät abends und am 10.10. gegen 02:00 MESZ hatte ich meinen 90er Refraktor ausnahmsweise unten im Garten im Einsatz. In der zweiten Nacht war der Himmel besser, so daß ich den Kometen bereits im 6x30-Sucher ausmachen konnte. Der runde Komet hatte da schon die +6m5 erreicht, stand im Perseus zwischen dem Doppelsternhaufen h+χ und dem Stern η Per, Durchmesser gute 20'. Der Kernbereich war jetzt auch deutlich flächiger und nicht so klar definiert, wie noch bei den Beobachtungen zuvor. Zwei Nächte später konnte ich 103P sehr einfach im 10x50-Fernglas sehen. Der Komet war hier wohl knapp an der Sichtbarkeitsgrenze für das bloße Auge (+5m5?) - eindeutig war das aber noch nicht.

In den Morgenstunden des 17.10. war die letzte Gelegenheit, den Kometen nochmal ohne Mondlicht zu erwischen. Kurz nach Mitternacht hatte ich ihn zwischen Perseus und Fuhrmann im 10x50-Fernglas, eine gute Stunde später im 70-mm-Refraktor bei 35x. Die Kometenhelligkeit lag weiter bei +5m5, der äußere Komadurchmesser bei 30'. Vom Kernbereich ging ein kurzer Schweifansatz aus, der schon im kleinen Refraktor gut zu erkennen war. Auch fiel wieder die sehr schnelle Bewegung des Kometen vor den Sternen auf.

Die nächste Gelegenheit bot sich erst nach einer Schlechtwetterphase und zu Neumond am 7.11. gegen 01:30 MEZ. 103P hatte bereits das Sternbild Kleiner Hund (Canis Minor) erreicht, war aber noch in allen Optiken zu sehen, am besten im 70-mm-Refraktor bei 35fach. Der Komet war immer noch um +5m8 hell bei einem Durchmesser von 18'.

Nach Schlechtwetter im November sah ich den Kometen in den Morgenstunden das 28.11. wieder. Er stand jetzt nahe den Offenen Sternhaufen M46 und M47 im Sternbild Hinterdeck (Puppis), östlich von Sirius (Canis Major / Gr. Hund). 103P war trotz Mondlicht immer noch gut zu erkennen. Im 90er Refraktor bei 60- und 75fach zeigte sich eine Lichtwolke von +7m5 Helligkeit und etwa 10' Ausdehnung.

Am 10.12. kurz nach Mitternacht waren die Bedingungen ohne Mond besser. Der Komet hatte wieder leicht an Helligkeit verloren, war aber immer noch einfach aufzufinden trotz nur 12,5° Horizonthöhe am SSE-Himmel - diesmal mit dem 70-mm-Refraktor bei 47fach: Hellligkeit +7m7, Durchmesser weiterhin um 10'. 103P hatte nun fast den südlichsten Punkt seiner Bahn erreicht.

Bei der nächsten Gelegenheit am 2.1.2011 kurz nach Mitternacht hatte 103P schon deutlich an Helligkeit verloren (+8m7), war sehr diffus und kaum noch gegen den Himmelshintergrund zu erkennen. Der Komet stand östlich auf der Höhe von Sirius im Großen Hund. Beobachtung mit 70-mm-Refraktor (47x) und 120er Kometensucher (60x).


10P/Tempel 2

10P - Karte Juli 2010 In den Morgenstunden des 20. Juli 2010 war dieser Komet mit gerade mal 13° Horizonthöhe über dem gegenüberliegenden Häuserdach Richtung Südost zu erkennen. 10P stand unterhalb Jupiters im Sternbild Walfisch (Cetus). Mit dem 120er Kometensucher war bei 60x eine asymmetrische, 5-6' große Koma und bei längerem Hinsehen auch ein schwacher Kernbereich sichtbar. Die Helligkeit schätzte ich auf +9m0 - bei höherem Stand des Kometen sicher heller.

Gegen 3 Uhr (MESZ) am Morgen des 10.8. war die Gelegenheit noch einmal günstig, 10P mit dem 120er Kometensucher aufzufinden. Leider war die Position mit gerade 17° Horizonthöhe nicht gerade optimal. Es war eine große, diffuse Lichtwolke knapp heller als +9m0 zu sehen. Mehr gab der aufgehellte Himmelshintergrund nicht her.


C/2009 R1 McNaught

C/2009 R1 - Karte Mai / Juni 2010

Die Erstsichtung dieses auffälligen Kometen gelang mir in der Morgendämmerung des 21. Mai 2010 gegen 03:20 MESZ. Obwohl R1 nur ca. 14° über dem Osthorizont stand und ich die Vergrößerung im 120er Kometensucher bis auf 75fach hochtreiben mußte, um einen ausreichend dunklen Himmel zu haben, war der Komet doch gut zu sehen - besser als vermutet. Erstaunlich die geschätze Größe von gut 7' bei einer Helligkeit von bestimmt +8m.

In der folgenden Woche bot sich sehr früh morgens dreimal die Gelegenheit (25., 26. und 29.5.), den Kometen sogar schon mit dem 10x50-Fernglas zu erwischen. R1 zog knapp unterhalb der Andromeda-Sternkette Richtung Norden und war gegen den aufgehellten Nordosthimmel als kleiner Lichtfleck von +7m zu sehen, der leicht heller wurde (+6m7 am 29.).

Aufgrund des beständig guten Wetters hier im Norden hatte ich in Folge mehrfach Gelegenheit (1., 3., 5.6.), mir den Kometen mit den Ferngläsern und dem 120er Kometensucher anzusehen. R1 zog weiter an der Andromeda-Sternkette entlang, wurde beständig heller (+6m0!) und zeigte Ansätze eines Schweifs. Der Kometenkern war sehr hell, Durchmesser 5'.

Aufgrund beständig guten Wetters hatte ich dann bis in die letzte Juniwoche öfter die Gelegenheit, einen Blick mit verschiedenen Instrumenten auf R1 zu werfen. Er zog weiter durch den Perseus auf Capella im Fuhrmann zu. Der Himmel in dieser Gegend war natürlich durch die Mitternachtsdämmerung stark aufgehellt, außerdem erreichte McNaught keine höhere Helligkeit als +5m2. Der Komet zeigte nur noch seinen außergewöhnlich hellen Kern und eine kleine Koma von vielleicht 4-5'. Ende Juli geriet R1 tief im NW außer Sicht.


P/2010 H2 Vales

P/2010 H2 - Karte April / Mai 2010 Kurz nach Mitternacht am 20.4.2010 hatte ich diesen erst am 16. neuentdeckten Kometen im Sternbild Jungfrau (Virgo) mit dem 12"-Dobson gesichtet (100x). H2 sah aus wie ein kleiner, flächenheller Planetarischer Nebel von insgesamt 40" Größe, Helligkeit geschätzte +11m5 in einem kleinen Sternenfeld. Bei etwas höheren Vergrößerungen (100x u. 150x) war ein heller Kern zu sehen, umgeben von einer helleren Koma von 10" Durchmesser, die in eine schwächere Koma auslief.

Am 5. Mai, ab 00:00 MESZ, bot sich die nächste Gelegenheit mit dem 12"-Dobson im heimischen Garten. H2-Vales war diesmal mit Aufsuchvergrößerung (75x) zu finden. Die Koma war deutlich diffuser, ein krasser Unterschied zur Beobachtung zwei Wochen zuvor. Trotzdem war H2 nach meinem Eindruck eine Spur heller. Runde Koma, Durchmesser 2', DC=3, Helligkeit: +11m3 (100x).

Am 17.5. kurz nach Mitternacht hatte ich wieder den Blick auf den Kometen im 12"-Dobson. H2 war bei 100fach kaum noch zu erkennen, eine einigermaßen sichere Helligkeitsschätzung gelang mir erst bei 125x - Eine mittlerweile sehr diffuse, 3' große Koma, Helligkeit nur noch +11m7.


C/2009 O2 Catalina

C/2009 O2 - Karte März / April 2010 Dieser Komet kam hier Mitte März 2010 am Abendhimmel in Sicht, wobei er recht schnell gegen Westen zog. Die erste, noch vage Sichtung gelang mir am Abend des 14.3. mit dem 120er Refraktor. Bei höheren Vergrößerungen (75x und 86x) hatte ich blickweise die kleine Kometenwolke gesehen, aber alles knapp an der Grenze (Helligkeit +10,3 m?). Eine halbe Stunde später verschwand der Komet in den Bäumen im Nordwesten.

Neun Abende später (23. - gegen 21:00 MEZ) schien zwar im Süden der Mond im Ersten Viertel, aber die Horizontsicht gegen NW war sehr gut. O2-Catalina befand sich nun nahe der Andromeda-Galaxie. Diesmal kam mein 90-mm-Refraktor zum Einsatz, obwohl ich nicht glaubte, den Kometen damit sehen zu können. Die Bedingungen waren trotz Mondlicht aber so gut, daß ich die diffuse, etwa 4' große Kometenwolke bei 45- und 60facher Vergrößerung mehrfach deutlich wahrnahm. Die Helligkeit schätzte ich auf +10,0 m.


C/2009 K5 McNaught

C/2009 K5 - Karte März / April 2010 Obwohl die Bedingungen am Morgen des 15. März 2010 gegen 04:00 MEZ nicht optimal waren (aufgehellter Himmel, durchziehende Wolkenfetzen), konnte ich diesen interessanten Kometen mit dem 120er Refraktor im Adler (Aquila) sichten. Bei 50x zeigte sich eine 3' große, runde und diffuse Wolke, die schwer visuell zu halten war. Meine Helligkeitsschätzung daher auch nur: knapp heller als +10 m.

Das ich McNaught in den kommenden Wochen am Morgenhimmel im Nordosten herumtrieb - wohin ich von meiner Wohnung aus keinen Ausblick mit den Teleskopen habe - ergab sich die nächste Gelegenheit zur Sichtung erst auf dem AFT 2010. Am 15.4. kurz vor 22 Uhr hatte ich den Kometen bereits im NNE oberhalb von Deneb im Schwan. Der helle Lichtfleck des Kometen war ganz einfach mit dem 20x80-Fernglas zu finden. Leider zog es kurz danach zu. Einen Abend später konnte ich mir den Kometen intensiv im 12"-Dobson ansehen: Die große Kometenwolke war etwa +8m0 hell und zeigte einen schwachen Gasschweif. Die Bewegung des Kometen unter den sternen fiel schon nach Minuten deutlich auf.

Die nächste Gelegenheit zur Beobachtung ergab sich am 5.5. gegen 00:45 MESZ. McNaught war im 12"-Dobson aus dem Garten heraus als sehr auffälliges Objekt zu erkennen. Der Komet war mittlerweile weit nach Norden ins Sternbild Cepheus vorangekommen. Es zeigte sich ein nahezu sternartiger, heller Kern, umgeben von einer gut 6' großen inneren, leicht tropfenförmigen Koma. Beim indirekten Sehen schätzte ich die Ausdehnung sogar auf 8'. Ein gerader Gasschweif von ca. 20' Länge hatte einen PW von 270°. Eine Helligkeitsschätzung war mangels heller Sterne in der Gegend schwierig, aber allzuviel - wenn überhaupt etwas - hatte der Komet noch nicht verloren. Helligkeit um +8m2 (75x, 60x).

Einen sehr schönen Blick auf K5 hatte ich mit dem 12"-Dobson am 17.5. gegen 1 Uhr MESZ morgens. Der Komet stand nahezu unter dem Polarstern im Cepheus, immer noch gute +8m2 hell, 5' im Durchmesser, tropfenförmige Koma, sowie der 10-15' lange, gerade Schweif (75x und 100x). McNaught hatte bisher kaum Helligkeit eingebüßt.

Anfang Juni hatte K5 das unscheinbare Sternbild Giraffe (Camelopardalis) im Norden unterhalb des Polarsterns erreicht. Der Komet war nahezu gleichbleibend hell seit den letzten Beobachtungen geblieben und selbst bei Mondlicht mit dem 20x80-FG gut und mit dem 10x50 noch knapp zu erkennen. Helligkeit um +8m3, längliche Koma, Durchmesser 6'.

Bis in die letzte Juniwoche änderte sich an der Helligkeit und dem Aussehen dieses Kometen nicht viel. Er wurde nur leicht diffuser, hielt aber dabei weiter +8m5 Helligkeit (90er Refraktor, 75x). Da K5 nun immer weiter auf den Nordhorizont zusteuerte, lonhte die Beobachtung ab Anfang Juli nicht mehr.


C/2007 Q3 Siding Spring

C/2007 Q3 - Karte März 2010 Diesen Kometen habe ich am späten Abend des 4. März 2010 im 12"-Dobson gesichtet. Q3 stand als +10,7 m helles, längliches Wölkchen in den nördlichen Bereichen des Bootes (Bärenhüter) und war doch recht einfach bei 75x und 100x zu erkennen.

Die letzte Gelegenheit, diesen Kometen nochmal zu sehen, ergab sich beim AFT 2010 am Abend des 15. April. Im 16-Zöller eines Kollegen war Q3 zwar schwach, aber gut und noch mit Schweif zu erkennen. Die Helligkeit hatte bis dahin stark nachgelassen: etwa +12 m.


81P/Wild 2

81P - Karte Jan. bis März 2010

Am Morgen des 26. Jan. 2010 gegen 3 Uhr konnte ich diesen Kometen im Sternbild Jungfrau auffinden. Die Bedingungen waren alles andere als gut: Geschlossene Schneedecke, nahezu Vollmond und Restdunst am Horizont. Mit dem 120er Kurzrefraktor war Wild-2 am besten bei 50fach zu erkennen. Er stand sehr nahe an einem +9 m-Sternchen, Kometenhelligkeit um +9,5 m, länglich gestreckte Form, ansonsten diffus.

Die nächste Sichtung gelang am 5.3.10 kurz nach Mitternacht. Am Kometen hatte sich trotz der wochenlangen Schlechtwetterpause nicht viel getan: Im 120er Kometensucher fiel 81P selbst bei Aufsuchvergrößerung (30x) sofort auf mit seiner länglichen Form (Schweifansatz), während der Komet in einem dreieckigen Feld von +8 m-Sternchen stand.

In den Morgenstunden des 7.3. habe ich 81P mit meinem 20x80 Fernglas erwischt. Der Komet war zwar klein, aber deutlich gestreckt zu sehen. Ein sehr schöner Anblick in dem o.g. kleinen Sternenfeld.

Die nächste Beobachtung datiert vom 15./16.3. kurz nach Mitternacht. 81P bewegte sich nur noch wenig gegenüber den Feldsternen und der Umkehrpunkt seiner Bahn (Iota Vir) war fast erreicht. Wieder hatte ich den 120er Refraktor und mein 20x80-Fernglas im Einsatz. Bei 50x war die unregelmäßige Struktur des Kometen gut zu sehen, allerdings erschien er mir doch merklich lichtschwächer (+9,8 m) als noch eine Woche zuvor.

Im 90er Refraktor war 81P dann am 6.4. gegen Mitternacht schon bei Aufsuchvergrößerung (45x) als längliche Aufhellung im Gesichtsfeld mit Iota Vir zu sehen. Das alles trotz Horizontdunst, leicht diesigem Himmel und Sichtlinie quer über die Stadt. Mit etwas höherer Vergrößerung ließ sich ein leicht verdichtetes Zentrum und eine unregelmäßige Koma erkennen (60x). Geschätzte Kometenhelligkeit: +9,3 m. Eine ähnliche Sichtung gelang mit gleichem Teleskop nochmal am 11. April.

Auf dem AFT 2010 hatte ich 81P in der Nacht vom 16. auf den 17.4. mit meinem 12"-Dobson im Visier. Deutlich ließ sich bei 100x der helle Kern, die unregelmäßige Koma, sowie der Schweifansatz beobachten. Kometenhelligkeit etwa +9m5.

Die nächste gute Gelegenheit zur Beobachtung hatte ich am 5.5. kurz nach Mitternacht mit dem 12"-Dobson aus dem Garten. Die unregelmäßige Koma von 81P war wieder gut zu erkennen, ebenfalls der helle Kernbereich. Unter einem Landhimmel wäre 81P sicher toll gewesen, leider bietet mir der Kieler Himmel sowas nicht. In Richtung Süd hatte ich leicht mit der Himmelshelligkeit durch Dunst zu kämpfen. Schätzungen: Koma 3', DC=5, Helligkeit +9m6 (100x).

Am 17.5. kurz nach Mitternacht konnte ich wieder einen Blick mit dem 12"-Dobson auf 81P werfen. Die Kometenhelligkeit hatte merklich nachgelassen (+9m8), das übrige Aussehen dagegen wenig: Die unregelmäßige Koma und der kleine Schweifansatz waren noch auszumachen (100x).


217P/LINEAR

217P - Karte Aug. / Sept. 2009 Ziemlich überraschend zeigte sich um Neumond im August 2009 ein recht unscheinbarer, aber von der Form her interessanter Komet am Morgenhimmel. Außerdem war LINEAR nahezu 2 Größenklassen heller als vorhergesagt und somit knapp schwächer als +10 m. Mein erster Versuch am Morgen des 24. Aug. 2009 mit dem 120er Kometensucher ging noch kläglich im Horizontdunst unter. Eine Nacht später waren die Bedingungen besser: LINEAR zeigte sich bei 50x als etwa 4' lange, gestreckte Wolke im Sternbild Eridanus. Einen etwas besseren Anblick hatte ich dann am Morgen des 31.8., wobei sich die gestreckte Form des Schweifs mit indirektem Sehen gut abzeichnete.

Kometen 51-60
116P/Wild 4, C/2009 F6 Yi-SWAN, 67P/Churyumov-Gerasimenko, C/2009 E1 Itagaki, C/2008 T2 Cardinal,
C/2007 N3 Lulin, 144P/Kushida, C/2006 OF2 Broughton, C/2008 A1 McNaught, C/2006 W3 Christensen

Kometen 41-50
6P/d'Arrest, C/2008 J1 Boattini, C/2007 W1 Boattini, C/2008 C1 Chen-Gao, 29P/Schwassmann-Wachmann 1,
46P/Wirtanen, 8P/Tuttle, 17P/Holmes, C/2007 T1 McNaught, C/2007 F1 LONEOS

Kometen 31-40
C/2005 L3 McNaught, C/2006 VZ13 LINEAR, C/2007 E2 Lovejoy, C/2007 E1 Garradd, C/2006 L1 Garradd,
C/2006 M4 SWAN, 4P/Faye, 177P/Barnard 2, 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak, 73P/Schwassmann-Wachmann 3

Kometen 21-30
C/2006 A1 Pojmanski, C/2005 E2 McNaught, C/2005 P3 SWAN, 161P/Hartley-IRAS, C/2005 K2 LINEAR,
9P/Tempel 1, C/2004 Q2 Machholz, 78P/Gehrels 2, C/2004 Q1 Tucker, C/2001 Q4 NEAT

Kometen 11-20
C/2003 K4 LINEAR, C/2004 F4 Bradfield, 43P/Wolf-Harrington, C/2002 T7 LINEAR, 2P/Encke,
C/2002 Y1 Juels-Holvorcem, C/2001 HT50 LINEAR-NEAT, C/2002 V1 NEAT, C/2002 X5 Kudo-Fujikawa,
C/2001 RX14 LINEAR

Die ersten 10 Kometen
C/2002 O6 SWAN, C/2002 O4 Hönig, C/2002 F1 Utsonomiya, 153P/Ikeya-Zhang, C/2000 WM1 LINEAR,
C/2001 A2 LINEAR, C/1999 S4 LINEAR, C/1995 O1 Hale-Bopp, C/1996 B2 Hyakutake, 1P/Halley


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