Was Winnie bisher sah...


Hier die Sichtungsberichte meiner Kometen 71 bis 80 (April 2011 bis Oktober 2012).

C/2012 J1 Catalina

C/2012 J1 - Karte Okt./Nov. 2012 Ein weiterer kleiner Komet, der im Oktober 2012 in die visuelle Reichweite des 12" ACF in Kronshagen kam. Die Erstsichtung gelang am 11.10. abends, Catalina stand da gut sichtbar hoch im Südosten in der Andromeda oberhalb des Pegasus-Quadrats. Kleiner, knapp 1' durchmessender, runder Komet mit einem ganz feinen, stellaren Kern. Helligkeit +12m8, 45' Größe, DC= 4, Vergr. 150x, 214x.

Am Morgen des 17.10. gegen 04:00 MESZ gelang mir auch die Sichtung in meinem 120er Kometensucher bei 50facher Vergrößerung. Der Komet stand diesmal halbhoch am Westhimmel. Ich schätzte ihn sehr grob auf +12m0 (vermutlich darunter), da die kleine, runde Nebelwolke nur sehr schwer indirekt zu halten war.


260P/McNaught

260P - Karte Sept./Okt. 2012 260P war die dritte Neusichtung in der Nacht vom 22. September 2012. Er stand im Sternbild Dreieck (Triangulum) unweit von α Tri. Helligkeit +12,2 mag., rund, mit leichter Verdichtung zur Mitte, DC= 4, Durchmesser 1-2'. Die beste Vergrößerung hatte ich bei 150fach im 12" ACF, da dieser Komet stark auf unterschiedliche AP reagierte.

Die nächste Sichtung datierte vom 11.10. - 260P stand gleich neben dem Offenen Sternhaufen NGC 752 im Sternbild Andromeda. Kometenhelligkeit um +12m8, rund, diffus, DC= 3, Durchmesser 1'. Vergr. 150fach, 12" ACF.


168P/Hergenrother

168P - Karte Sept./Okt. 2012

Der zweite neugesichtete Komet aus der Super-Nacht vom 22. September 2012! 168P stand unweit von γ Peg, aber schon in den Fischen (Pisces). Zunächst hielt ich den Kometen für einen Feldstern wie die anderen im Zielgebiet, doch dieser "Stern" hatte bei längerem Hinsehen eine kleine, runde Koma. Also: Sehr stellarer Kern, DC= 8, Durchmesser 1-2', Helligkeit dabei +11m5, also eigentlich leicht zu sehen. 12" ACF der Kronshagener Sternwarte, Vergrößerungen: 136- und 176fach.

Am Abend des 6.10. waren einige Kollegen zur Beobachtung in Kronshagen. 168P war mit dem Vereinsteleskop leicht auszumachen, Vergr. 136x und 176x. Er hatte einen langgestreckt tropfenförmigen, sehr kompakten Kern. Ein breiter, kurzer Schweif (PW 160°) war ebenfalls gut zu erkennen. Toll, solche Veränderungen binnen zwei Wochen sehen zu können! Komet heller als +10 mag, ich hatte +9m7 geschätzt, Größe 2-3'.

Wenige Tage später - 9.10.2012, 21:45 MESZ - konnte ich dann von der heimischen Fensterband diesen Kometen im 60/700 mm Japan-Refraktor sichten: +9,3 mag, stellarer, leicht länglicher Kern, DC= 5, Schweif deutlich PW 155°, Vergr. 28fach.

Zwei Abende danach fiel mir im Vergleich mit der Beobachtung von vor einer Woche ein ganz leichte Helligkeitsabnahme dieses Kometen auf. Die Helligkeitsschätzung war eher optimistisch, weil ich damit so gar nicht gerechnet hatte: +9m8 Helligkeit, länglicher Kern, der in einen geraden (Gas-?) Schweif auslief, zusätzlich ein breiter, 2,5' messender Schweif zu erkennen. Toller Anblick und deutlich verändert ggü. der Beobachtung vom letzten Mal, DC= 6.
12" ACF der GvA-Sternwarte Kronshagen, Vergr. 115x, 150x, 176x.

Nächste Gelegenheit zu Sichtung war am Morgen des 17.10. gegen 03:45 MESZ. Diesmal stand 168P schön am Westhimmel, so daß ich meinen 120er Kometensucher von der WoZi-Fensterbank aus einsetzen konnte. Helligkeit +9m8, Kernbereich recht gut sichtbar (DC= 5), Schweif 2' mit PW 160°, Vergr. 50fach.
Danach kam gegen 04:15 nochmals mein 60 mm Japan-Refraktor an 168P zum Einsatz, Vergrößerung hier wieder 28fach - wie auch vor einer Woche. Es zeigte sich, daß der Komet diesmal wesentlich schwieriger zu erkennen war, und die Schweifrichtung konnte ich nur noch schwer nachvollziehen. 168P verlor also eindeutig an Helligkeit.


C/2012 K5 LINEAR

C/2012 K5 - Karte Herbst 2012 Nach einem erfolglosen Beobachtungsanlauf im August konnte ich diesen Kometen am Abend des 22. September 2012 von Kronshagen aus sichten. Die Kometenwolke im oberen Bereich des Sternbilds Bärenhüter (Bootes) brauchte bei noch leicht von Mondlicht aufgehelltem Himmel etwas Geduld. Helligkeit geschätzte +11m8, Durchmesser 2', DC= 3, länglich diffus. Vergrößerungen: 136- und 176fach.

Die nächste Gelegenheit bot sich am 6.10. am Abend gegen 21:00 MESZ. Kaum änderung zur letzten Sichtung. Vergrößerung 73fach im 12"-ACF.

Danach kam es zu einer gut zweimonatigen Beobachtungspause, einerseits durch die tiefe Stellung des Kometen am Nordhimmel, zum anderen an einer ausgedehnten Schlechtwetterperiode, die bis weit in den Dezember 2012 anhielt. K5 konnte ich dann vom heimischen Wohnzimmerfenster aus am frühen Abend (17:15 MEZ) des 8.12. mit meinem 90er Refraktor sichten (V= 60x). Helligkeit etwa +9m5, länglich, 3' Ausdehnung. Der Komet hatte die Deichsel des Großen Wagens (η UMa) erreicht und sollte bis Weihnachten schnell an den Hauptsternen des Sternbilds entlang bis in den Zenit ziehen. Das entging mir aufgrund des andauernden schlechten Wetters.

Die nächste Gelegenheit zur Beobachtung ergab sich erst in der Nacht vom 3. auf den 4. Jan. 2013 gegen 01:00 MEZ, also nach vier Wochen Schlechtwetter. K5 stand nun schon in der Nähe von M36 im Fuhrmann (Auriga) hoch am Westhimmel. Ich konnte den Kometen von der heimischen Fensterbank aus nur kurz mit meinem neuerworbenen Kleinrefraktor 62/400 mm sichten, Vergrößerung 27fach - für andere Teleskope blieb keine Zeit mehr, weil wieder Wolkenfetzen hereinzogen. Die Kometenwolke war leicht länglich, etwa 5' groß und +9m0 hell.

Ein letzter Versuch, diesen Kometen zu beobachten, zeigte nur ein kleines, sehr schwaches Wölkchen von ca. +12m5 Helligkeit im Sternbild Eridanus sehr tief am Himmel. 2. Feb. 2013 gegen 21:00 MEZ, 12"-ACF, Vergrößerung 136fach.


P/2012 NJ La Sagra

P/2012 NJ - Karte Juli 2012 Dieser Komet wurde zunächst als Asteroid auf stark elliptischer Bahn von einer spanischen Amateur-Beobachtergruppe entdeckt. Einige Tage später zeigte sich am Kern fotografisch ein schwacher Schweif, damit war die kometare Struktur dieses Objekts nachgewiesen - daher auch die ungewöhliche Bezeichnung (NJ).
Das Objekt konnte ich am frühen Morgen des 24. Juli 2012 gegen 02:00 MESZ zunächst nur mit einiger Mühe auffinden. Der Himmel war erst verzirrt, dann aber plötzlich klar, so daß ich mit dem 12"-ACF in Kronshagen überhaupt derart schwache Sterne erkennen konnte. La Sagra im Pegasus schätzte ich auf +13m8. Seine Bewegung war innerhalb weniger Minuten deutlich sichtbar, Vergrößerung 231fach. Der Komet erschien dabei nur als stellarer Punkt ohne weitere Struktur.

C/2011 F1 LINEAR

C/2011 F1 - Karte Frühjahr 2012 Komet F1-LINEAR hatte ich eigentlich erst für die Zeit nach der Sommerpause 2012 in der Planung. Aber schon im März wurde berichtet, daß dieser Komet in die Reichweite einer 12"-Optik gelangt sein könnte. In der Nacht des 23.3. gegen 23:00 MEZ war F1 im Sternbild Drache (Draco) am Nordosthimmel so weit aufgestiegen, daß ich mit dem Kronshagener ACF einen Sichtungsversuch starten konnte. Die kleine Nebelwolke war bei mittelprächtigem Himmel bei 136x nur schwer indirekt zu sehen, Helligkeit des Kometen unter +13m0.

Am 23.7. kurz vor Mitternacht hatte ich F1 an der Grenze Bootes (Bärenhüter) / Großer Bär (Ursa Major) wieder im Blick. Bei 136facher Vergrößerung im 12"-ACF erschien mir der Komet nun wesentlich auffälliger, schätzungsweise +11m5 hell, gut 3' groß und zur Mitte heller werdend (DC= 4).

Weitere Beobachtungen machte ich am 8. und 9. Aug. jeweils mit meinem 120er Kometensucher und am Abend des 26.8. wiederum von der Kronshagener Sternwarte aus. Aussehen und Helligkeit des Kometen hatten sich in der Zeit nicht verändert. Er stand mittlerweile nordöstlich von Arktur (α Boo), ging aber zum Ende des Monats immer mehr am Abendhimmel unter, so daß sich die Beobachtung im September 2012 nicht mehr lohnte.


C/2012 C2 Bruenjes

C/2012 C2 - Karte Feb. / Mrz. 2012 Der US-amerikanische Amateur Fred Bruenjes entdeckte diesen Kometen im Sternbild Widder (Aries) am Morgen des 12. Feb. 2012 (unserer Zeit) beim Durchsehen der Aufnahmen seiner Digitalkamera. Vier Abende später, am 15.02. kurz nach 19:00 MEZ, konnte ich den Kometen mit dem 12"-ACF in Kronshagen sichten. Die Helligkeit schätzte ich auf +11m8 bei 3' Durchmesser. Eine Woche später war der Lichtausbruch des Kometen, der zu seiner Entdeckung führte, schon wieder beendet und die Helligkeit unter +13m abgesunken.

213P/van Ness

213P - Karte Herbst 2011 Diesen lichtschwachen Kometen im Pegasus konnte ich am 28.09.2011 nach Mitternacht mit dem 12"-ACF der Sternwarte Kronshagen sichten, Vergrößerungen 136- und 176fach. 213P stand direkt neben einem +13m5-Sternchen und verriet sich zunächst nur durch die 1'-Koma. Später tauchte auch der Kometenkern direkt neben diesem Stern auf, geschätzte Helligkeit: +13m2.

Am 23.10. war dann die nächste Gelegenheit gegeben, mit dem 12"-ACF auf den Kometen zu halten. Er war zu dem Zeitpnkt aber nur noch schwach mit indirektem Sehen zu erkennen. Kein lohnendes Objekt mehr.


C/2009 P1 Garradd

C/2009 P1 - Karte Juni - Okt. 2011

Komet Garradd konnte ich nach Durchzug des Mondes jeweils am 27. und 28. Juni 2011 nach Mitternacht auffinden. Das Zielgebiet knapp neben dem Asterismus "Wasserkrug" im Sternbild Wassermann (Aquarius) war leicht trotz des sehr hellen Sommerhimmels zu sehen. Der Komet hatte zu dem Zeitpunkt zwischen +9m0 und +9m5 Helligkeit, der Durchmesser lag bei 3' bei einer länglichen Koma. In der ersten Nacht ging Garradd doch etwas im Horizontdunst unter, am zweiten war er dann wesentlich deutlicher zu erkennen. Instrument: 120er Refraktor, 60- und 75fache Vergrößerung.

Eine Sichtung am 9.7. war wegen schlechter Himmelsqualität nur als sehr schwierig zu bezeichnen. Vom Kometen blieb im 120er Refraktor nur der innerste Kernbereich einigermaßen erkennbar, eine Struktur in der Koma oder gar ein Schweifansatz, der andernorts schon zu erkennen war, gar keine Rede. P1 erschien nur als diffuser Nebel von etwa +9m0 Helligkeit und 4' Durchmesser. Vergrößerung 50x im 120er Refraktor.

Nach Mitternacht am 26.7. stand Garradd schon fast 40° hoch über dem Südosthoizont nahe ε Pegasi (Enif - dem Stern mit der tollen Farbe!). Der Komet war bei den hiesigen (= diesigen ;-) ) Bedingungen wesentlich besser auszumachen als die letzten Male. Der Kometenkern ist deutlich (DC= 6), die innere Koma etwa 3-4' groß, und es zeigte sich ein breiter Schweifansatz (PW 190°). Kometenhelligkeit geschätzt auf +8m5. 120er Refri bei 50x.

Die nächste Sichtung des Kometen geschah am 2.8. kurz nach 23 Uhr MESZ im 12" ACF der Kronshagener GvA-Sternwarte. Im 41er PanOptic (73x) war P1 ein klasse Anblick gleich neben dem Kugelsternhaufen M15 im Pegasus. Der breite Schweif des Kometen war deutlich zu erkennen, auch der nahezu sternförmige Kern. Helligkeit zu dem Zeitpunkt um +8m3.

Erst am 31.8. gelang nach langer Zeit mit Mondlicht und Schlechtwetter die nächste Beobachtung, diesmal gegen 01:30 MESZ mit dem 10x50-Fernglas. Komet Garradd stand genau zwischen M71 (Pfeil / Sagitta) und dem "Kleiderbügel"-Sternhaufen im Füchschen (Vulpecula), nahezu +7m0 hell und inmitten der Milchstraße. Ein schöner Anblick, wobei mir sogar noch auffiel, daß die eine Seite des Kometen rund, die andere faserig aussah. Der Komet war allerdings kleiner als M27 (Vul), hatte also 3-4' Durchmesser.

Die nächstbeste Nacht ohne Wolken und Mond war die vom 22.9. kurz nach 23:00 MESZ, als ich mir den Kometen, der nun schon weit im Herkules stand, mit dem 70er Refraktor schnappte. Bei leicht diesigem Himmel bei 35- und 47facher Vergrößerung schätzte ich Garradd auf +7m1, 10-12' Durchmesser. Ein kurzer Schweifansatz mit PW 110° war gut sichtbar. Zwei Nächte später konnte ich mir P1 noch mit dem 12" ACF von Kronshagen aus ansehen. Hierbei kam der breite Schweif besser heraus, der Kometendurchmasser hatte gute 7'.

Am 16.10. ergab sich trotz Mondlicht die nächste Gelegenheit zur Sichtung, diesmal mit dem 120er Kometensucher. P1 war sofort bei Aufsuchvergrößerung 30fach zu erkennen. Die Helligkeit blieb im Oktober konstant um +7m2, der kurze Schweifansatz PW 100° war ebenfalls gut zu sehen. Bei zwei Beobachtungsabenden an der Kronshagener Sternwarte Mitte bis Ende Oktober konnte Garradd im 12"-ACF beobachtet werden.

C/2009 P1 - Karte Feb. bis Apr. 2012

Für einige Monate stand Komet Garradd dann im Herkules zu tief für eine sinnvolle Beobachtung. Ab Ende Januar 2012 wurde der Komet zirkumpolar und begann, im Nordosten am Himmel aufzusteigen (Sternbilder Drache und Kleiner Wagen). Am 19. Feb. gegen 22:30 MEZ konnte ich P1 wieder mit dem 12"-ACF in Kronshagen sichten. Der Komadurchmesser war auf 10' angewachsen, die Helligkeit etwa auf +7m0. Der Kometenkern zeichnete sich bei 73facher Vergrößerung gut ab. Leider ging die volle Ausdehnung sowie die beiden Schweife im aufgehellten Himmel trotz 30° Horizonthöhe unter.

Entscheidend besser waren die Sichtungen im März leider auch nicht. Während der Neumondphase konnte ich wenigstens die 90° gegabelten Schweife des Kometen mit dem Kronshagener Teleskop erkennen. Nun stand P1 aber beobachtungstechnisch ungünstig im Nordosten fast im Zenit. Beobachtungen am 15. sowie 22. bis 24. März. Kometenhelligkeit um +7 mag.

Am 14.4. hatte ich P1 dann bei guten Bedingungen zur Neumondzeit im Gr. Bären erwischt. Bei Aufsuchvergrößerung fiel mir der Komet zuerst gar nicht auf, da er sich nahe bei den vorderen "Tatzensternen" des Gr. Bären Iota und Kappa UMa befand, beide 3. Größenklasse. Also habe ich die Vergrößerung auf 75fach hochgeschraubt, damit ich den hellen Stern Iota (+3m1) nicht mehr mit dem Kometen zusammen im Gesichtsfeld hatte. Garradd schätze ich nur noch im Bereich zwischen +7m5 und +8m0, den Durchmesser um 7'. Der Schweif schien mir trichterförmig aufgefächert und breit (PW 90-150°), der Kern leicht diffus. Gute Transparenz, denn Sterne bis ca. +12m4 waren mit im Sichtfeld.

Anfang Mai begann die Kometenhelligkeit merklich zu sinken. Vor Vollmondaufgang konnte ich am 8.5 noch eine Beobachtung machen. Das Zielgebiet im Grenzgebiet Luchs/Krebs ist nicht besonders markant, und so brauchte ich einige Zeit, bis ich da war. Der Komet zeigte sich im 90er Refraktor bei 60x als doch recht auffälliger, nebulöser Fleck von 6' Durchmesser, zur Mitte hin leicht verdichtet (DC= 3). Die Helligkeit würde ich auf +8m7 schätzen. Horizonthöhe gegen 00:20 MESZ ca. 35°. Selbst die Galaxie NGC 2683 (Lyn, +10m5), die P1 am 11.5 passierte, war im Kernbereich gut zu sehen. Am 13.5. schätzte ich den Kometen nochmal auf +8m8.

Garradd zog nun immer mehr an den aufgehellten, westlichen Abendhimmel. Seine Helligkeit nahm recht schnell ab. Am 23.5. gegen 23:00 MESZ hatte ich die letzte Beobachtung mit meinem 90er Refraktor: Helligkeit +9m2, Durchmesser 3', DC= 2, rund. Komet 32° über dem Westhorizont, Sternbild Krebs (Cancer). Das war auch die letzte brauchbare Sichtung, denn einige Tage später war P1 sogar im großen 12"-ACF von Kronshagen aus kaum noch gegen den hellen Himmel zu erkennen.


C/2010 G2 Hill

C/2010 G2 - Karte Mai 2011 Nach einer mehrmonatigen Flaute, was neuentdeckte oder einigermaßen helle Kometen anging, war dieser schwache Kandidat Ziel beim AFT 2011. Im 39,5-cm-Dobson eines Sternfreunds war bei hervorragendem Himmel die kleine Lichtwolke in der Nähe des Himmelspols ziemlich leicht zu erkennen. Am 3. Mai 2011 gegen 01:00 MESZ ging ich dann die Sache aus meinem heimischen Garten mit eigenem 12"-Dobson an. Nach einiger Zeit des Draufsehens ließ sich G2-Hill bei 188- und 214fach gut halten. Die kleine Wolke war unter 1' groß, leicht heller zur Mitte (DC= 3) und m.E. etwas länglich. Helligkeit: geschätzte +13m5.

Die nächste Sichtung dieses Kometen gelang sage und schreibe erst 7,5 Monate später am 21.12.2011 gegen 21 Uhr mit dem 12"-ACF-SC der Sternwarte Kronshagen. G2 war bis dahin ins Grenzgebeit der Sternbilder Stier (Taurus) und Walfisch (Cetus) gewandert. Bei 136facher Vergrößerung erschien der nun gut +10m5 helle Komet als recht rundes Objekt mit leichter Helligkeitszunahme zum Zentrum, Durchmesser etwa 4′.


Kometen 61-70
P/2010 V1 Ikeya-Murakami, 103P/Hartley 2, 10P/Tempel 2, C/2009 R1 McNaught, P/2010 H2 Vales,
C/2009 O2 Catalina, C/2009 K5 McNaught, C/2007 Q3 Siding Spring, 81P/Wild 2, 217P/LINEAR

Kometen 51-60
116P/Wild 4, C/2009 F6 Yi-SWAN, 67P/Churyumov-Gerasimenko, C/2009 E1 Itagaki, C/2008 T2 Cardinal,
C/2007 N3 Lulin, 144P/Kushida, C/2006 OF2 Broughton, C/2008 A1 McNaught, C/2006 W3 Christensen

Kometen 41-50
6P/d'Arrest, C/2008 J1 Boattini, C/2007 W1 Boattini, C/2008 C1 Chen-Gao, 29P/Schwassmann-Wachmann 1,
46P/Wirtanen, 8P/Tuttle, 17P/Holmes, C/2007 T1 McNaught, C/2007 F1 LONEOS

Kometen 31-40
C/2005 L3 McNaught, C/2006 VZ13 LINEAR, C/2007 E2 Lovejoy, C/2007 E1 Garradd, C/2006 L1 Garradd,
C/2006 M4 SWAN, 4P/Faye, 177P/Barnard 2, 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak, 73P/Schwassmann-Wachmann 3

Kometen 21-30
C/2006 A1 Pojmanski, C/2005 E2 McNaught, C/2005 P3 SWAN, 161P/Hartley-IRAS, C/2005 K2 LINEAR,
9P/Tempel 1, C/2004 Q2 Machholz, 78P/Gehrels 2, C/2004 Q1 Tucker, C/2001 Q4 NEAT

Kometen 11-20
C/2003 K4 LINEAR, C/2004 F4 Bradfield, 43P/Wolf-Harrington, C/2002 T7 LINEAR, 2P/Encke,
C/2002 Y1 Juels-Holvorcem, C/2001 HT50 LINEAR-NEAT, C/2002 V1 NEAT, C/2002 X5 Kudo-Fujikawa,
C/2001 RX14 LINEAR

Die ersten 10 Kometen
C/2002 O6 SWAN, C/2002 O4 Hönig, C/2002 F1 Utsonomiya, 153P/Ikeya-Zhang, C/2000 WM1 LINEAR,
C/2001 A2 LINEAR, C/1999 S4 LINEAR, C/1995 O1 Hale-Bopp, C/1996 B2 Hyakutake, 1P/Halley


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